Geschichte

1936: Gründung der Waffenfabrik in Uherský Brod

Die Waffenfabrik wurde mit dem Ziel aufgebaut, die strategisch wichtigen Produktionskapazitäten möglichst weit weg von der bedrohten westlichen Grenze der Tschechoslowakei zu halten. Es hat sich damals um ein Zweigwerk der Gesellschaft Česká zbrojovka, Aktiengesellschaft in Prag gehandelt. Der Sitz des Hauptwerkers war damals in Strakonice. Die ganz neue Waffenfabrik in Uherský Brod hat zu den modernsten und produktivsten Werken nicht nur in der Tschechoslowakei gehört.

 

1949: Beginnt die Produktion der Maschinenpistolen Modell 48

Die Maschinenpistolen Modell 48 (im Jahre 1950 auf Maschinenpistolen 23/25 umbenannt) Kaliber 9 mm Parabellum mit dem Magazin im Pistolengriff und mit dem teilweise den Lauf umschließenden Verschluss haben die progressivsten Waffen in ihrer Kategorie dargestellt. Bis zum Jahre 1953 wurden in Uherský Brod 545 000 Maschinenpistolen produziert, davon 345 000 im Kaliber 7,62 mm Tokarev (Maschinenpistole 24/26).

 

1959: Beginnt die Produktion der Maschinenpistole Modell 58

Die Maschinenpistole Modell 58 Kaliber 7,62x39 mm fällt heute in die Kategorie Sturmgewehr. Dank ihrer Konstruktion war sie die originelle tschechoslowakische Alternative zum sowjetischen Kalašnikov-Automaten. Diese außerordentlich gelungene Waffe wurde in Uherský Brod für inländische Streitkräfte sowie für den Export produziert. Bis zum Jahre 1984 wurden fast 1 000 000 Stück dieses Sturmgewehres hergestellt.

 

1962: Beginnt die Produktion der Maschinenpistole Modell 61 Škorpion

Die legendäre kompakte Maschinenpistole Modell 61 Škorpion stellt einen einfallsreichen uns sehr erfolgreichen Versuch um die Abdeckung der Lücke zwischen den klassischen Maschinenpistolen und den Dienstpistolen dar. In dem Basiskaliber 7,65 mm Browning wurden in Uherský Brod bis zum Jahre 2000 über 207 000 Stück produziert. In einer kleinen Menge wurde in 90-iger Jahren des 20. Jahrhunderts auch die Variante mit dem Kaliber 9 mm Browning kurz hergestellt.

 

1975: Beginnt die Produktion der Pistole CZ 75

Die Pistole CZ 75 war in vieler Hinsicht eine Sonderwaffe und sie war ein Werk des legendären Konstrukteurs František Koucký, der an ihrer Entwicklung gemäß dem Auftrag der heutigen Česká zbrojovka Uherský Brod (CZ) seit 1969 gearbeitet hat. Die Waffe mit einer perfekten Ergonomie und dem einzigartigen Double-Action-Spannabzug hat die Kategorie der „Wunder-Neuner“ mitdefiniert, als der SA/DA-Pistolen mit hoher Kapazität und Kaliber 9 mm Luger. Die CZ 75 zählt langfristig in dieser Kategorie zu den populärsten Waffen.

 

1992: Gründung der Gesellschaft Česká zbrojovka a.s., Uherský Brod

Durch die Privatisierung des Staatsbetriebes Česká zbrojovka ist die Aktiengesellschaft entstanden, die sich in ihrem Hauptwerk in Uherský Brod auf die Entwicklung und Produktion von hochwertigen Handfeuerwaffen konzentriert. Ihre Kapazitäten nutzt sie jedoch auch für die Produktion der hochpräzisen Bestandteile für Automobil- sowie Flugzeugindustrie. Es handelt sich um ein tschechisches Unternehmen und die Besitzer sind tschechische Aktionäre.

 

1997: Gründung der Tochtergesellschaft CZ-USA

Die Position der Gesellschaft CZ auf dem prestigesten Waffenmarkt der Welt wurde grundsätzlich durch die Gründung der Tochterverkaufs- und -servicegesellschaft CZ-USA verstärkt. Diese Tochtergesellschaft hat ihre Tätigkeit in Kalifornien aufgenommen, jedoch bereits im Jahre 2008 wurde sie nach Kansas City im Staate Kansas umgezogen.

 

2004: Akquisition der Waffenproduktion der Gesellschaft Zbrojovka Brno

Mit dem Ziel, die berühmte Tradition der Waffenproduktion in Brno zu bewahren, hat die CZ die Übernahme der Waffen-Division der Gesellschaft Zbrojovka Brno, a.s. vorbereitet. Die neu gegründete Gesellschaft, für die ursprünglich der Name BRNO RIFLES gewählt wurde, hat ihre Tätigkeit an der Jahreswende 2006/2007 aufgenommen. Zu ihrem Hauptgeschäftsbereich wurde die Produktion und Entwicklung der Waffen mit dem Basküleverschluss. Seit dem Jahre 2008 ist sie eine Tochtergesellschaft der CZ. Im Jahre 2010 wurde der Firmenname auf ZBROJOVKA BRNO, s.r.o. geändert.

 

2005: Akquisition der Marke Dan Wesson Firearms

Durch die Gesellschaft CZ-USA wurde die CZ zum Besitzer einer der berühmten amerikanischen Waffenmarken – Dan Wesson Firearms. Aus der ursprünglich Revolverfirma, gegründet in1968 durch den Urenkel des berühmten Daniel B. Wesson, wurde bald unter der tschechisch-amerikanischen Führung einer der anerkanntesten Herstellern der modernen Klone der namhaften Pistole M1911.

 

2006: Kommt das neue Management

An die Spitze der CZ hat sich seit dem Jahre 2006 der Generaldirektor Dipl.-Ing. Lubomír Kovařík, MBA, gestellt, der sofort eine umfangreiche Modernisierung und Entwicklung der neuen Generation der CZ-Waffen gestartet hat. Die Funktion des Geschäftsdirektors der Gesellschaft hat Dipl.-Ing. Ladislav Britaňák, MBA übernommen.

 

2006: Beginnt die Entwicklung der neuen Generation der Dienstwaffen CZ

Die CZ hat während der ganzen Dauer ihrer langen Existenz eine große Aufmerksamkeit den Streitkräften gewidmet. Jedoch nach dem Jahre 1992, in Folge der neuen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse, wurde sie gezwungen, die Entwicklung und Produktion der automatischen Waffen abzudämpfen. Eine Wende war das Jahr 2006: Die CZ hat sich aufgrund der Entscheidung des neuen Managements wieder auf die Dienstwaffen konzentriert. Es handelt sich um einen Wendepunkt in der neuzeitlichen Geschichte der Marke.

 

2006: Beginnt die Produktion der Pistole CZ 75 SP-01 SHADOW

Zu den wichtigen Meilensteinen in der Entwicklung der CZ zählt der Start der Produktion der primär Sportvariante Shadow des erfolgreichen Modells CZ 75 SP-01. Die teilweisen Abstimmungselemente dieser ausgezeichneten Ganzstahlpistole, die sich erfolgreich auch als eine Waffe für Personenschutz und für Streitkräfte durchsetzt, wurden nachfolgend auch bei den nächsten CZ-Pistolen verwendet. Bis zum Modell CZ SHADOW 2 im Jahre 2016 hat der ursprüngliche „Schatten“ der Division Production des IPSC-Sportschießens dominiert. Zu den größten Erfolgen gehörten zwei Weltmeistertitel, die mit dieser Pistole Adam Tyc erreicht hat.

 

2007: Feierliche Montage der millionsten Pistole Reihe CZ 75

Nach der Gründung der Česká zbrojovka a.s. im Jahre 1992 waren die Pistolen der Reihe CZ 75/85 für eine längere Zeit ihre wichtigsten Produkte. Es hat sich einerseits durch den wesentlichen Anstieg der des Produktionsvolumens, und andererseits durch Erweiterung des Angebotes um weitere Varianten bestätigt: Sportspezialwaffen, Kompaktwaffen, Subkompaktwaffen. Bereits im Herbst 2007 konnte in Uherský Brod die feierliche Montage der millionsten „Fünfundsiebzige“ organisiert werden. Damals wurde in diese Zahl noch alle Versionen eingerechnet. Die Pistolen CZ 75/85 in Standardgröße haben die Grenze von einer Million produzierten Stück im Jahre 2014 überschritten.

 

2011: Markeintritt im Segment der Waffen für Streitkräfte, beginnt die Umbewaffnung der tschechischen Armee

Start der Serienherstellung der neuen Generation der Sturmgewehre, Maschinenpistolen und Granatwerfer CZ. Der erste große Erfolg war die komplette neue Bewaffnung der Armee der Tschechischen Republik. Zum Bestandteil der Lieferungen zählten die Sturmgewehre CZ 805 BREN A1/A2, Granatwerfer CZ 805 BREN G1, Maschinenpistolen CZ SCORPION EVO 3 A1 und Pistole CZ 75 SP-01 PHANTOM.

 

2014: Gründung des gemeinsamen Unternehmens CZ – Slowakei

Im Jahre 2014 hat in der Anlage des Vojenský opravárenský podnik Nováky (Militärreparaturwerk) in der Region Trenčín seine Tätigkeit das Unternehmen CZ - Slovensko, s. r. o. aufgenommen. Dieses Unternehmen wurde durch die CZ in Zusammenarbeit mit der slowakischen Gesellschaft MSM Martin, s.r.o. aufgebaut. Das Unternehmen hat sich anfangs mit der Produktion ausgewählter Bestandteile für die Pistolen CZ befasst, danach kamen noch Bestandteile für Sturmgewehre CZ 805 BREN dazu.

 

2015: Erfolge der Dienstwaffen an Weltmärkten

Im Jahre 2015 hat die Cz cca. 1 800 Mitarbeiter beschäftigt, hat 235 526 Waffen produziert und hat die kumulierten Umsatzerlöse von 4 190 000 000 Kč erreicht (davon 70 % waren Erlöse aus Ausland). Der Gewinn hat den damaligen Rekord erreicht: 450 000 000 Kč. Zu diesem ausgezeichneten Ergebnis haben die Pistolen CZ P-07, Die Evergreen-Pistolen Reihe CZ 75, Kleinkaliberbüchsen CZ 455 und Dienstwaffen CZ beigetragen, in diesem Jahr vor allem die Maschinenpistole CZ SCORPION EVO 3.

 

2016: Aufbau der Montagekapazitäten in Peru

Ein wichtiger Durchbruch der CZ auf den ausländischen Märkten war die Eröffnung eines selbständigen Raumes für die Montage und Reparaturen der CZ-Pistolen im peruanischen Militärwerk FAME in Lima. Die tschechische Firma hat die moderne Ausstattung und Werkzeuge geliefert und das technische Personal ausgebildet. Das peruanische Werk kann die tschechischen Waffen komplettieren, Service für diese Leisten und ihren Vertrieb am peruanischen Markt und nachfolgend im ganzen Lateinamerika organisieren. Es handelte sich um den ersten Fall des technologischen Transfers der CZ in diese vielversprechende Region.

 

2016: Beginnt die Produktion des Sturmgewehres CZ BREN 2

Die zweite Generation der neuen Sturmgewehre CZ entstand in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Elitenspezialeinheiten aufgrund der Erfahrungen mit dem Kampfeinsatz des Modells CZ 805 BREN und unter Verwendung der modernsten Entwicklungsprozesse. CZ BREN 2 ist eine automatische Spitzenwaffe mit Multikaliber für einzelne Personen, Kaliber 5,56×45 NATO und 7,62×39. Sie ist je nach Bedarf der Mission egal wo in der Welt zu konfigurieren. Zum ersten Abnehmer wurde die Armee der Tschechischen Republik.

 

2017: Das Jahr des Wachstums und Expansion

Dank den Erfolgen der neuen Generation der CZ-Waffen hat die Česká zbrojovka a.s. über 1 900 Angestellten. Die Firma hat ihre Vertretungen in mehr als 100 Ländern aller Welt. Im März 2018 hat die Gesellschaft den Abschluss des Lizenzvertrages über die Produktion der Dienstwaffen CZ in Ungarn gemeldet. Der grundsätzliche Meilenstein des Jahres 2017 war der Beginn der Produktion des Modells CZ P-10 C. Es handelt sich um den ersten Vertreter der ganz neuen Familie der striker-fired Pistolen. Im Vergleich mit der Konkurrenz zeichnet sich dieses Modell durch viele ideenreichen Innovationen und ausgezeichnete Anwendereigenschaften aus.

 

2018: Entstehung der Holding CZ Group

Die Gesellschaft CZ zählt seit dem Jahre 2018 zum Bestandteil der internationalen Holding CZ Group, in die außer des Mutterwerkes in Uherský Brod stufenweise auch weitere Gesellschaften mit ähnlichen Produktions- und Entwicklungsprogrammen eingegliedert werden. An der Spitze der Holding steht Dipl.- Ing. Lubomír Kovařík, MBA.

 

2018: Neues Management

Ins Jahr 2018 ist die CZ mit einer teilweise modifizierten Organisationsstruktur eingetreten. Das Ziel ist es, möglichst effizient das Potential der Firma zu nutzen, das Produktionsvolumen zu steigern und die Arbeiten an den strategisch wichtigen Projekten zu beschleunigen. Zum Exekutivdirektor wurde Dipl.-Ing. Ladislav Britaňák, MBA.