CZ und Rheinmetall liefern der tschechischen Armee neue Granaten

ATM 1/2018 (Tschechische Republik)

Die tschechische Armee erhält von der Gesellschaft CZ moderne Handgranaten. Die CZ hat dank dem besten Preisangebot die Ausschreibung gewonnen. Hergestellt werden die Handgranaten vom Rheinmetall Waffe Munition, einem langfristigen strategischen Partner der CZ. Laut Petr Vávra, Leiter des Militärbereiches der CZ, wird jedoch ein Transfer der neuen Handgranatenherstellung in die Tschechische Republik vorgesehen, dies auch im Hinblick auf eine Mobilisierung und für einen Krisenfall auf dem Gebiet des Staates. In diesem Zusammenhang soll eine Zusammenarbeit mit der Staatsgesellschaft Explosia angeknüpft werden. Die neuen Granaten werden mit einem Zeitzünder ausgestattet, der die Explosion des Granates in einer Zeitspanne von 4 – 5 s initiiert. Im Vergleich zu den heutzutage verwendeten Typen URG 86 und F1 sind neue Granaten kleiner und wesentlich leichter, somit steigt der Komfort des Soldaten beim Tragen der Ausrüstung, bzw. er kann mehrere Handgranaten tragen. In der Variante „offensive Splittergranate“ beträgt das Gewicht der neuen Handgranate ca. 340 g, in der Variante „offensive Sprenggranate“ sogar nur ca. 180 g (Typ URG 86 wiegt 430 g, F1 sogar 600 g). Trotz dem niedrigen Gewicht verfügt die neue Granate über eine hohe Wirkung der Druckwelle. Die Anzahl der Fragmente wurde bei der Splittervariante von ca. 1200 auf ca. 3500 Stück erhöht. Die Tschechische Armee hat bisher insbesondere eine offensive Sprenggranate für den Einsatz in bebauten Räumlichkeiten, für Einbrüche in Gebäude und in spezielle Objekte vermisst. Zum Bestandteil der Kampfgranatenlieferung zählen auch die Übungs- und Ausbildungsvarianten, sowie Ausbildungs- und weitere Anwenderdokumentation.

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