… und bewaffnen Sie Ihre Männer

ATM International 2017 (Czech Republic), Martin Helebrant

Ihre Freiheit hat nur einen solchen Wert, wie wirksam Sie diese verteidigen können

Der Zeitraum an der Jahrtausendwende war in vielen Aspekten der Periode ähnlich, die wir heute „belle époque“ aus der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts nennen. Nach dem Fall des Kommunismus und dem Zerfall des Sowjetblocks haben die Leute auf einmal den Eindruck, dass die Welt endlich vernünftig sein wird, und dass mindestens in Europa die Sicherheitsrisiken beseitigt wurden und das Risiko der massiven gewaltsamen Auseinandersetzungen abgeschafft wurde. Mit ein bisschen Übertreibung kann man sagen, dass Europa damals freie Luft eingeatmet hat und begann wieder den Walzer zu tanzen. Diese Euphorie hat jedoch nicht lange gedauert…

Auf dem Balkan sind Instabilitätsthemen erschienen, dann begannen die Konflikte zwischen Russland und Ukraine zu brennen. Der Nahe und Mittlere Osten sind ins Chaos geraten. Die Länder, die mehrere Jahre den guten Willen zeigten und im Sinne ihrer friedseligen Überzeugung die Ausgaben für ihre eigene Verteidigung beschränkt haben, wurden auf einmal wieder vor folgende Frage gestellt: Willst du deine Freiheit und Werte verteidigen, oder sich dem fremden Willen unterwerfen? Vielleicht gibt es in der Welt kein Staat, dessen Regierung sich freiwillig und offen für die zweite Möglichkeit entschieden würde. Dann kommt jedoch die zweite Frage: Wie wirst du dich verteidigen? Eine traditionelle Antwort des Staates klingt: Ich bewaffne meine Männer. Aber so eine Bewaffnung mit modernen, wirksamen und guten Waffen ist keine einfache Angelegenheit. Es reicht nicht aus, den Männern und Frauen (ja, auch die zählen heutzutage zu den Streitkräften) die Waffen und Munition in die Hand zu geben. Den Soldaten müssen Sie so ausrüsten, dass er sich im Feld bequem und gut bewegen kann. Und sie müssen ihm auch etwas geben, was ihn vor den feindlichen gewaltsamen Attacken schützen wird. Aber auch das ist noch zu wenig. Sie müssen dem Soldaten eine Ausrüstung zur Verfügung stellen, die es ihm ermöglicht, die Munition und alle weiteren Zubehörelemente zu tragen. Die Ausrüstung muss mit Bewaffnung abgestimmt werden, sie müssen sich gegenseitig unterstützen, den Felddienst auszuhalten, ihrem Nutzer die bestmögliche Hilfe leisten und ihn bei der Verteidigung seiner Nahen und ihrer Heime nicht zu hindern.

Die ganze Situation ist für den Auftraggeber viel einfacher, wenn er einen Systemintegrator findet, der imstande ist, das ganze System anzubieten – abgestimmt und funktionsfähig. Der Systemintegrator muss die Anforderungen des Bestellers und die Charakteristiken einzelner Bestandteile des Systems kennen, und nicht zuletzt muss er auch den Soldaten oder generell den Angehörigen der Streitkräfte kennen und das alles zusammen zu koordinieren. Somit unterscheidet sich ein Integrator von einem einfachen Packer unterschiedlicher Produkte in einer Kiste.

Die Kunst der Systemintegration betrifft auch die Bewaffnung eines Infanteristen. Die Infanterie ist „eine arme Armeekönigin“, sicher ist jedoch nur das Gebiet, wo der Fuß unseres Infanteristen steht. In der heutigen Zeit der asymmetrischen Konflikte gilt es zweimal so viel. Die asymmetrischen Konflikte werden insbesondere in den Herzen und Gemütern der Menschen gewonnen. In diesem Sinne ist die Infanterie unvertretbar. Die Waffen gewinnen Schlachten, jedoch den Krieg müssen die Menschen gewinnen. Und zwar die einfachen Menschen im Feld, nicht diejenigen, die hinter der Panzerung oder hoch im Himmel versteckt sind. Diese einfachen Soldaten kann nichts ersetzen.

Die Gesellschaft Česká zbrojovka a.s. Uherský Brod (nachstehend auch nur CZUB genannt) ist ein traditioneller Hersteller der Infanteriewaffen. Dank ihren Lieferungen für Streitkräfte vieler Kontinenten, dank der Teilnahme an Ausschreibungen und dank der durchlaufenden Auswertung der Erfahrungen mit dem Einsatz ihrer Waffen in unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen hat sie riesengroße Menge der oft einzigartigen Kenntnisse eingesammelt. Die CZUB steht nicht alleine. Sie ist ein Bestandteil einer breiteren Gruppe von Herstellern und Lieferanten der Infanterieausrüstung, deshalb kann sie die Rolle eines Systemintegrators annehmen und komplexe Lösungen für Ausrüstung und Bewaffnung eines heutigen Infanteristen anbieten.

Die CZUB selber kann zwei starke Produktgruppen anbieten: kurze Feuerwaffen – Pistolen, und dann die wichtigste Infanteriewaffe – das Sturmgewehr. Dieses Angebot wird durch die Mittel des ballistischen Soldaten-Schutzes vom 4M Systems ergänzt, d.h. Helme und Schutzwesten mit Zubehör (z.B. Patronentaschen, Kleidung unter die ballistischen Westen, Tragsysteme und weitere). Im Bedarfsfalle kann die CZUB nicht standarde Ergänzungen schnell entwickeln. Der Kunde bekommt demnach ein Komplet, der seinen „bewaffneten Menschen“ das Beste zu leisten hat.

Die Rolle des Integrators ist es, den Nutzer solche Informationen zu leisten, die eine bestmögliche Nutzung der Waffen und Ausrüstung ermöglichen. Die CZUB ist imstande, zur Bedienung und Instandhaltung ihrer Waffen Ausbilder und Waffentechniker aller Stufen auszubilden – von der elementaren Nutzung und Instandhaltung bis zur Experten auf dem Level der zentralen Wartungswerkstätten und Artilleriewerkstätten. Die CZUB ist imstande, notwendige Schulungsunterlagen, Ausbildungsschnitte und Schautafeln, sowie die empfohlenen Ausbildungsprozesse zu liefern.

Die Gesellschaft CZ kann auch bei der optimalen Finanzierung helfen und den Kunden im Rahmen der Verhandlungen mit Banken unterstützen. Und kümmert sich auch weiter. Solange der Kunde die CZUB-Ausrüstung verwendet, ist sie bereit, den Kundendienstservice, die Ersatzteile und spezielle Mittel, Modernisierungs- und Modifizierungssätze anzubieten. Die CZUB weiß, dass von ihren Produkten menschliche Leben abhängen. Sie versteht, dass sie mit dem Kunden auf einem Bord ist und verhält sich auch so. Sie hilft dem Kunden, alle Hindernisse zu überwinden und der Kunde kann sich auf das Wichtigste konzentrieren: die erwähnten Männer zu finden.

Lange Feuerwaffen

Die heutige Standardwaffe eines Infanteristen ist das Sturmgewehr, also eine vollautomatische Waffe mit einem mittleren Kaliber. Die Streitkräfte bestehen jedoch nicht nur aus den Infanteristen. Es gibt auch viele Spezialisten – Fahrer, Techniker, Logistiker usw. Diesen reicht etwas kleineres, raumsparendes, also eine Maschinepistole aus. Diese reicht auch den Polizisten und den Angehörigen anderer Streitkorps aus.

Die erste berühmte Waffe aus Uherský Brod war die Maschinenpistole Modell 58 – der einzige „Nicht-Kalaschnikow“ in der Bewaffnung des Warschauer Paktes. Das Modell war und bleibt eine ausgezeichnete Waffe, seine Herstellung endete jedoch im Jahre 1983.

Die Herstellung der automatischen Militär-Schusswaffen hat die CZUB erst im Jahre 2010 erneuert. Es waren damals zwei Waffen – das Sturmgewehr CZ 805 BREN und die Maschinenpistole CZ SCORPION EVO 3. Das Sturmgewehr CZ 805 BREN wurde in die Ausrüstung der tschechischen und slowakischen Armee, sowie anderer ausländischen Streitkräfte übernommen. Aber somit wurde seine Weiterentwicklung nicht beendet. Die CZ hat sorgfältig praktische Erfahrungen eingesammelt, getestet und Feedback aus Ausschreibungen eingeholt.

Im Jahre 2016 hat sie die zweite Generation dieses Gewehres vorgestellt – CZ BREN 2. Dieses verbindet die traditionelle Herstellung durch Spannbearbeitung mit dem modernen Konzept einer Modularwaffe, leicht modifizierbar für den Bedarf einer konkreten Mission. Die Waffe kann man leicht vom ursprünglichen Kaliber 5,56 x 45 mm NATO auf 7,62 x 39 mm umkalibrieren. Streiten wir gar nicht darüber, welche Munition wirksamer oder geeigneter ist. Der Benutzer muss seiner Waffe glauben und für seinen Bedarf die beste Munition wählen. BREN 2 wird als klassisches Sturmgewehr mit einem Lauf von 280 mm (11´´) oder als kurze Karabine mit einem Lauf von 207 mm (8´´) angeboten. Der Verschluss mit drehbarem Verschlussstück wird mittels der Entnahme der Pulvergase aus dem Lauf über den kurzgängigen Kolben angetrieben. Das Laden der Waffe wird beim Schießen durch statischen Spanngriff sichergestellt. Die klappbare Schaft ist gleich auch teleskopisch und ermöglicht eine einfache Anpassung der Schaftlänge. CZ BREN 2 zeichnet sich durch hohe Zuverlässigkeit aus, im Kaliber 5,56x45 mm NATO werden die NATO-Standardmagazine verwendet, gleich wie bei den Waffen M16/M4 (im Kaliber 7,62 x 39 mm eigene Magazine). Das Sturmgewehr hat auch identische Bedienung wie die Waffen M16/M4. Die Bedienelemente sind beiderseitig, der Verschlusshebel kann je nach Präferenzen des konkreten Schützen umgestellt werden. CZ BREN ist mit Installationsschienen MIL-STD-1913 ausgestattet. An die obere Schiene kann man ein klassisches dioptrisches Visier anbringen, jedoch die heutigen Sturmgewehre nutzen primär ein optisches Visier (entweder Reflexvisier oder Ziel-Fernrohr). CZ BREN 2 ermöglicht durch seine Genauigkeit auch als ein kurzer Karabiner einen sehr effizienten Kampf mit einem Gegner auf die Entfernung von über 300 m. An die Seiten- und Unterschiene kann man je nach Bedarf des Anwenders ein Zubehör installieren. Die Schnittstelle MIL-STD-1913 ist standardisiert, der Anwender kann also seine bestehende Ausstattung verwenden. Die Kampfstärke eines Schützen wird der Hängegranatwerfer 40 mm wesentlich erhöhen. Auch diesen hat die CZUB in ihrem Portfolio. Die Standardmagazine, bewährtes Bedienungssystem und die sehr gute Ergonomie erleichtern die Umstellung auf CZ BREN 2, und zwar im Hinblick auf die Logistik, sowie im Hinblick auf die Ausbildung. Das neue CZ BREN 2 mit dem Kaliber 5,56 x 45 mm NATO hat bereits die tschechische Armee als Dienstwaffe ausgewählt. Im Falle der Variante mit dem Kaliber 7,62 x 39 mm gehört zu den wichtigsten Anwendern die französische Spezialeinheit GIGN.

Neue Maschinenpistolen-Generation

Eine Maschinepistole ist eine vollautomatische lange Handfeuerwaffe zum Verschießen von Pistolenmunition. Heutzutage handelt es sich vor allem um eine Waffe der Spezialisten. Die Kultwaffe aus dieser Kategorie war die Maschinepistole Modell 61 Skorpion. Es handelt sich um eine Waffe zwischen Pistole und Maschinenpistole, konstruiert im Kaliber 7,65 Browning. Der Skorpion wurde durch seine kompakte Bauweise geschätzt, jedoch vom praktischen Gesichtspunkt hat es sich um ein Extrem gehandelt, negativ kompensiert unter anderem durch das weniger wirksame Kaliber. Die Produktion dieser Waffe endete endgültig anfangs der 90-iger Jahre des letzten Jahrhunderts. Im Jahre 2010 hat die CZUB die neue Maschinenpistole SCORPION EVO mit dem standarden Dienstkaliber 9x19 mm (Luger) vorgestellt. Die Konstrukteure haben in diesem Fall nicht mehr die Miniaturisierung angestrebt, diesmal hatten gute Eigenschaften, Zweckmäßigkeit und zuverlässige Konstruktion den Vorrang. Und diese Ziele wurden mehr als erfüllt. CZ SCORPION EVO 3 hat einen dynamischen Verschluss, wegen der Schussgenauigkeit schießt man aus der vorderen Position. Die Maschinenpistole ist aus einem Polymer konstruiert. Das Laden erfolgt durch Spannen des Verschlusses, der sich beim Schießen nicht bewegt. Das durchsichtige Kunststoff-Magazin hat die Kapazität von 30, 20 oder 10 Projektile. Die Länge des Maschinenpistolenlaufes beträgt 196 mm. Die Schaft ist klappbar, die Länge verstellbar. SCORPION EVO 3 zeichnet sich durch eine sehr gute Ergonomie, intuitive Bedienung, einfache Verwendung und Wartung aus. Gleich wie das Sturmgewehr BREN 2 ist auch SCORPION EVO 3 ist mit den Montageschienen MIL-STD-1913 versetzt, wobei die obere ist für das Visier vorgesehen. Für die Maschinenpistole ist zwar ein Reflexvisier ideal, jedoch auf dieselbe Schiene kann man auch das dioptrische Visier montieren. Mit dieser einsatzbereiten Waffe kann man mit einem Gegner auf eine kurze Distanz, jedoch auch auf mehr als 100 m kämpfen. Die Länge mit der heruntergenommenen Schulterstütze beträgt nur 425 mm. Dank der Kunststoff-Konstruktion gibt es für den Anwender ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Sowohl die Sturmgewehre, als auch die Maschinenpistolen aus Uherský Brod haben sich in den schwierigsten klimatischen Bedingungen und anspruchsvollsten Missionen bewährt.

Ballistischer Schutz für den Einzelnen

Der Soldat kann sich im Feld unterschiedlich schützen. Im idealen Fall ist er gar nicht zu sehen – was der Feind nicht sieht, kann er auch nur schwierig treffen. Wenn aber der Soldat bereits sichtbar ist, muss er sich schnell bewegen. Ein bewegliches Ziel kann der Feind genauso schwierig treffen, wie ein unsichtbares. Und die letzte Möglichkeit liegt darin, zwischen dem Soldaten und seinem Gegner irgendwelches widerständiges Hindernis zu stellen – einen Helm, der die empfindlichsten Körperteile eines Menschen (Kopf) schützt und eine ballistische Weste als Schutz des Oberkörpers. Für die Entwicklung und Herstellung des ballistischen Schutzes ist die Gesellschaft 4M Systems s.r.o., ein Schwesterunternehmen der CZ, zuständig.

Die Helme entsprechen den heutigen NATO-Standards. Ihr Konstruktionsmaterial ist vom größten Teil der para-Aramid. Die Helme sind beständig gegen Beschuss aus den Handfeuerwaffen und schützen gegen Splittern. Ein moderner Helm ist leichter als ein Metallklassiker, dabei noch widerstandsfähiger, sitzt besser auf dem Kopf und der Kopf schwitzt nicht so intensiv. Der Helm dient auch als eine Tragplattform z.B. für Nachtsichtgeräte, Lampen, Wärmebildkameras oder Staubschutzbrille. Der Helm muss genug Platz für diese Ausrüstung bieten, jedoch zugleich müssen die einzelnen Komponenten genau dort gehalten werden, wo sie vom Anwender gebraucht werden. Die Standard-Basisform wird durch Ausschnitte modifiziert, wo auch große Kopfhörer passen. Der Helm muss auch das Tragen einer Gasmaske ermöglichen. Ein selbständiges Kapitel sind die Spannsysteme, die den Helm auf dem Kopf halten. Zum Standard zählen heutzutage die PADS (Vierriemen System), eventuell ergänzt durch das zentrale Nachspannungssystem durch eine Platte im Hinterkopf (BOA). Die Aufgabe der Kissen zwischen dem Kopf des Anwenders und der Helmschale liegt außer des Haut-Atmens insbesondere in der Absorption der eines Teiles der Energie des Projektils.

Der Oberkörper wird durch die Schutzweste geschützt. Die Schutzwesten werden in unterschiedlichen Schutzklassen hergestellt. Einige bieten Schutz vor Kurzwaffenmunition, andere sogar vor Maschinengewehrmunition. Der leichteste Schutz eines Einzelnen vom 4M-Angebot ist das ballistische T-Shirt CZ 4M Spirit. Dieses T-Shirt ist fürs tägliche Tragen bestimmt. Dank dem funktionsfähigen Stoff Moira hält das T-Shirt auch bei einer hohen körperlichen Leistung ein stabiles Mikroklima, atmet, und ist fast unsichtbar auch unter einer leichten Kleidung. CZ 4M Spirit bietet Schutz gegen Pistolenmunition. Für das verstecke Tragen ist auch die Schutzweste CZ 4M VIP vorgesehen. Sie ist vor allem für geschützte Personen bestimmt. Sie wird einfach angezogen, kann der Körpergröße des Anwenders angepasst werden und bleibt auch unter einer formalen Kleidung unauffällig. Es ist möglich, die Zusatzplatten zu installieren – in diesem Fall ist die Weste gegen die Langwaffenmunition sicher. Die CZ 4M Spider ist eine universelle taktische Schutzweste für das tägliche nicht verdeckte Tragen. Im Bedarfsfalle kann man eine weiche ballistische Einlage oder ballistische Platte einzulegen, und dann ist sie gegen Risiken sicher, die in der heutigen Sicherheitssituation beim Einsatz vorkommen können. Gerade deshalb wird die Schutzweste CZ 4M Spider auch in Signalfarben hergestellt – für den Einsatz bei den Rettungs- und Sanitäreinheiten. Sie kann der Größe des Anwenders angepasst werden, hat Standardriemen MOLLE (PALS), dank denen sie ein Basistragelement der Ausrüstung sein kann. Selbstverständlich ist die Weste mit den großflächigen Velcro-Strips (Kletterverschluss) ausgestattet – sie dienen für die Anbringung individueller und taktischer Bezeichnungen. An dem hinteren Teil ist ein Griff angebracht, dank dem kann der Anwender in einer Notsituation in die Sicherheit weggeschleppt werden. Alles, was die Schutzweste CZ 4M Spider bewältigt, kann auch die Schutzweste Lancer bewältigen. Die ist jedoch so konstruiert, dass sie einfach „über den Kopf“ anzuziehen ist. Sie kann deshalb sehr schnell und ruhig in den Situationen angezogen werden, wenn ein durch Aufmachen und Zumachen verursachter Lärm den Anwender auch sein Leben kosten könnte. Die Schutzweste kann auch flexibel und genau der Anwender-Körpergröße angepasst werden. Ein Ergebnis: optimale Verteilung des Schutzweste-Gewichtes auf den ganzen Körper. Die Schultern und der obere Teil des Rückens sind nicht überlastet. In einer Notsituation kann man die Schutzweste schnell abwerfen (zum Beispiel beim Fall ins Wasser) – und zwar dank dem patentierten Mechanismus. Außer des Schutzes vor der Feuerwaffenmunition ist auch der Stichschutz inbegriffen. Der Typ CZ 4M Raptor ist ein ganzes Schutzsystem, bestehend aus mehreren Elementen. Die Basis stellt die Schutzweste dar, auf die dann je nach dem Bedarf weitere Elemente aufgebaut werden können – Halsschutz, Armschutz und Unterleibschutz. An die Weste kann man durch die MOLLE-Elemente einfach die Munitionstaschen und weitere Ausrüstungsbestandteile anbringen. Die Schutzweste ist mit einem patentierten System des schnellen Wegwerfens ausgestattet. Nach der Aktivierung dieses Systems wird die Weste auf die einzelnen Bestandteile zerlegt. Dies ermöglicht im Falle einer Verletzung einen sofortigen und reibungslosen Rettungseinsatz. Auch die CZ 4M Raptor ist mit einem Griff zur Evakuierung des Anwenders ausgestattet. Die Schutzweste kann mit einem modularen taktischen Gürtel CZ 40 ausgestattet werden.

Das nächste Produkt ist der Plattenträger CZ 4M Striker. Dieser Träger kann durch ballistische Einlagen unter den ballistischen Platten und an den Seitenteilen ergänzt werden. Die minimalistische Ausführung garantiert eine ziemlich absolute Bewegungsfreiheit und stört nicht beim Zielen einer langen Feuerwaffe. Auch CZ 4M kann an der Vorderplatte die Magazinentaschen tragen. Alle Typen des ballistischen Schutzes CZ 4M sind so konstruiert, dass sie nur wenige größeren Kunstoff-Spangen und keine Metallelemente beinhalten, die beim Einsatz sekundär zersplittert werden können und dann den Anwender verletzten können.

Den ballistischen Schutz kann man durch Schilde erweitern – entweder mit einem ballistisch geschützten Sichtfenster (Modell Spartan) oder ohne das ballistische Sichtfenster (Modell RRS).

Zum ballistischen Schutz werden auch durchgedachte Ausrüstungsbestandteile angeboten. Insbesondere hochwertige taktische Hosen und T-Shirts. Auch an diese Ausrüstungselemente können zum Beispiel Magazinentaschen und Ankerpunkte für Waffen angebracht werden. Die Gesellschaft 4M ist im Falle der Großbestellungen imstande, diese Bestandteile ihrer Produkte so zu modifizieren, dass sie mit den bestehenden Ausrüstungsbestandteilen des Anwenders kompatibel werden.

Kurze Feuerwaffen

Wenn alles schief geht, greift der Soldat nach seiner kurzen Feuerwaffe, also der Pistole. Es ist eine Waffe seiner letzten Rettung. Die Pistole ist eine letzte Rettung auch für den Polizisten, aber in seinem Fall ist es meistens auch seine wirksamste Waffe, die er zur Verfügung hat. Auch er greift jedoch nach der Pistole erst dann, wenn alles andere versagt hat. Die Waffenfabrik aus Uherský Brod ist durch ihre Pistole CZ 75 berühmt, die seinerzeit eine Pionierleistung mit einer einzigartigen Konstruktion, außerordentlichen Ergonomie und vor allem mit einem vorzüglichen Abzugsgang war. Diese Pistole wurde zur Legende und bis heute hat sie ihre Fans. Ihre jüngste Generation, die Pistolen CZ 75 B Omega (Dienstwaffe mit einer Stahlkonstruktion, Lauf 114 mm. Magazin mit 16 Projektilen) und CZ 75 P-01 (Compact mit Alu-Körper, Lauf 93 mm und Magazinkapazität 14) mit einem modernisierten Abzugsmechanismus werden bis heute verkauft. Die Waffe in einer Kategorie für sich ist die Stahl-Dienstwaffe CZ 75 SP-01 mit der Schiene MIL-STD-1913, Lauf 114 mm und Magazinkapazität 18 Patronen. Diese Pistole wurde im Jahre 2016 in der Rangliste der US Army for life als die Nr. 1 der Welt geehrt. Alle metallen „Fünfundsiebziger“ sind im Kaliber 9x19 mm. Die Metallpistolen haben ihre Vorteile und Fans, aber die populärsten sind derzeit Pistolen mit einem Kunststoff-Körper.

In dieser Kategorie bietet die CZUB die Typen CZ P-07 und CZ P-09. Es handelt sich um Waffen mit einem klassischen doppelwirkenden (SA/DA) Schlag- und Abzugsmechanismus. Der Anwender kann zwischen der Sicherung und dem Entspannen des gespannten Schlagstücks wählen. Die Pistolen mit dem durch Glasfaser verstärktes Polymerrahmen haben bereits (im Unterschied zu den Metallmodellen) die austauschbaren Griffstückrücken (in drei Größen), dies ermöglicht die Anpassung der Griff-Ergonomie an die körperlichen Dispositionen des Schützen. Die CZ P-07 ist ein Kompakt-Modell mit dem Lauf 95 mm und 15 Patronen im Magazin (die Kapazität kann um zwei Patronen durch die Verlängerung der Magazinkappe erweitert werden), CZ P-09 stellt eine große Dienstwaffe mit einem Lauf 115 mm und dem Magazin mit 19 Patronen dar. Beide Pistolen sind in der traditionellen schwarzen Farbe sowie in der sandbraunen Farbe (Flat Dark Earth) zu bekommen. Die Pistolen P-07 sowie P-09 werden sowohl im Kaliber 9x19 mm, als auch im Kaliber 40 S&W angeboten. Zur Pistole P-07 kann man auch die Kleinkaliberadapter P-07 Kadet anbieten, die zu einer wesentlichen Verbilligung der Schützenausbildung führen. Die Pistolen sind auch in der Ausführung FX Simunition zu kaufen – für farbige, Simulationspatronen. In dieser Ausführung ist eine sehr realistische, jedoch auch sichere taktische Ausbildung der Einzelnen und kleinerer taktischen Einheiten möglich.

In der Ausrüstung heutiger Streitkräfte setzen sich immer mehr die Pistolen mit einem Kunststoffrahmen und dem vorgespannten parallel laufendem Schlagbolzen durch. Der erste, der mit einer solchen Waffe Erfolge erzielt hat, war die Firma Glock – bereits in 80-iger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Glock-Pistolen wurden zu einem Benchmark, mit dem alle Nachfolger und Konkurrenten gemessen wurden. Die großen Streitkräfte haben sich in dieses Konzept verliebt. Es ist einfach, intuitiv und nicht anspruchsvoll, was die Wartung betrifft. Den meisten Mitgliedern der Streitkräfte macht das Schießen aus einer kurzen Feuerwaffe keinen großen Spaß. Trotzdem müssen sie die Pistolen sicher und wirksam beherrschen. Die Handhabung der Pistolen mit dem vorgespannten parallel laufenden Schlagbolzen ist ähnlich einfach, wie die Handhabung eines Revolvers. Im Grunde genommen, jede größere Waffenfabrik hat bereits im Angebot eine Pistole dieser Kategorie. Die CZUB bietet die Pistole CZ P-10 C an – Kompaktwaffe mit einem Lauf von 102 mm und der Magazinkapazität von 15 Patronen. Der Körper der P-10 C ist aus einem ähnlichen Kunststoff wie die Abzugspistolen P-07 und P-09. Auch die P-10 C hat die austauschbaren Griffstückrücken. Wies es bei diesen Pistolen üblich ist, gibt es keine manuelle Sicherung, nur automatische Sicherheitsmechanismen (Abzugssicherung, Schlagbolzen-Blockierung, die Konstruktion ermöglich keinen Abschuss, wenn der Verschluss nicht verschlossen ist). Die Pistole hat eine ganze neue, urheberrechtlich geschützte Konstruktion des Schlag- und Abzugsmechanismus. Dank dem ist der Abzugsgang ausgezeichnet, vergleichbar mit den besten einfachwirkenden Dienstwaffen. Der hochwertige Abzug ist in einem ergonomisch konstruierten Körper gesetzt. Die Achse liegt sehr niedrig über der Handachse. Dies beeinflusst positiv die Handhabung beim Schießen. Selbstverständlich gibt es bei dieser Pistole beiderseitige Bedienungselemente. Alle Details wurden durchgedacht, das bezeugt auch der Magazinzubringer aus dem orangenfarbenen Kunststoff – es ermöglicht eine visuelle Kontrolle der Waffe. Die Pistole P-10 C ist nicht nur in der schwarzen, sondern auch in erdigbraunen Variante zu kaufen. Eine Stärke ist auch die Gebrauchsdauer der Waffe. Die PC-10 hat bei dem Testen eine Haltbarkeit kleinerer Bestandteile von über 30 000 Schüssen nachgewiesen. Die Haltbarkeit des Laufes und der Grundteile übersteigt den Wert von 50 000 Schüssen. Die Pistole erfüllt somit mit einer großen Reserve die Werte, die von einer neuen Pistole die USA-Streitkräfte verlangen.

Zu allen Pistolen bietet die CZ auch die Holster, weitere Magazine und spezielles Zubehör an – z.B. Tritium-Visiervorrichtung für das Schießen unter schwierigen Lichtbedingungen. Lampen oder Lasermarker.

 

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